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Auszuege aus meinen Buch "Geboren -Verdammt - Gerettet."

Vorwort: "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit.  Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher"... Dieses Zitat von Albert Einstein gehört zu meinen Lieblingszitaten. Aus eigener Erfahrung kann ich den Wahrheitsgehalt dieses Satzes bestätigen. Geboren wird jeder, um zu leben, aber jeder wird nicht verdammt und nicht jeder Verdammte wird gerettet. S. 27 Mein erstes Delirium. Es wollte einfach nicht in meinen Kopf gehen, dass ich genauso war, wie die torkelnden Alkis auf der Strasse. Ich lachte über diese Typen, die durch die Gegend torkelten, nur, um von meiner eigenen Sucht abzulenken. In Wirklichkeit war ich nicht ein bisschen besser. Eines Abends lag ich schlaflos auf meiner Couch und war sehr unruhig. "Ach", dachte ich, "das Problem hast du gleich gelöst, du wirst erst einmal einen Schluck aus deiner Flasche nehmen",die ich immer in meinem kleinen Schrank zu stehen hatte. Doch plötzlich fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, heute einzukaufen und die Geschäfte waren schon längst zu. Ich versuchte die Zeit mit Schlafen zu überbrücken, was mir aber nicht gelang. Meine innerliche Unruhe wurde immer stärker. Plötzlich hörte ich es klingeln und dachte, dass vielleicht noch ein Kumpel mit einer Flasche Schnaps zu mir kommen würde. Zittrig ging ich zur Tuer und öffnete sie, aber niemand war zu sehen. Ich starrte mit ängstlichen Blicken in die Dunkelheit, als mich ein panische Angst ergriff. Mein ganzer Körper war schweissgebadet und voller unbeschreiblichen Ängsten. Meine Angst steigerte sich ins Unermessliche. Plötzlich hörte ich leise Stimmen, die immer deutlicher wurden, aber niemand war zu sehen. Bis dahin.

Ein schwere Schicksalsschlag Claudia      S. 135

Als ich um die Ecke ging, sah ich an einer Eingangstuer eines Altbaus, eine junge Frau sitzen, die sich gerade einen Schuss setzen wollte. Als sie mich sah, liess sie vor Schreck die Spritze fallen. "Bist du ein Zivilbulle?", fragte sie mich. "Ich", "ich sehe die Bullen lieber von hinten", sagte ich zu ihr mit grinsender Miene.

S.141 "Ich geh noch so lange auf den Strich, bis wir eine Wohnung haben und ich bitte dich, dass du dich darum bemühst."

S.142 Claudia bekam kurze Zeit später einen Therapieplatz. Sie weinte beim Abschied. Ja, nun war ich vier Moante alleine. Ich schrieb ihr die Woche 2 Briefe und bekam die doppelte Post zurück. Die vier Monate vergingen wie im Fluge und ich hielt mich mit meiner Sauferei auch zurück. "Ach", dachte ich: "Morgen ist deine Claudia wieder bei dir." Ich kaufte noch einen Rosenstrauss zur Begruessung. Rosen, liebte sie am meissten. Am nächsten Tag, es wurde Mittag, es wurde Nachmittag und ich wurde immer nervöser. Ich las noch einmal den Brief und da stand: "Bin spätestens gegen Mittag bei dir", mein Schatz. Jetzt war es schon Abend und sie war noch nicht da, als es plötzlich an meiner Wohnungstuer klingelte."Sie ist da", schrie ich laut vor Freude und holte den Rosenstrauss und stürzte wie wild zur Tuer. Zwei Polizisten in Uniform und zwei in Zivil standen vor mir. "Habt ihr euch in der Tuer geirrt?", fragte ich sie. "Nein", Herr Nebel, wir haben uns nicht geirrt. "Können wir reinkommen?", fragten sie. "Ja", sagte ich, "aber um was geht es hier eigentlich?", fragte ich sie weiter. "Ihre Freundin wurde heute am frühen Vormittag aus der Klinik entlassen. Nach Zeugenaussagen wurde sie von einem Mann abgeholt und in ein Auto gezerrt. Sie wurde später, nur wenige 100m von der Suchtklinik entfernt, von einem Fahrradfahrer tot im Strassengraben gefunden. Erdrosselt! Nach einer Zeugenbeschreibung des Täters und des Autokennzeichens konnten die Kollegen den Täter kurze Zeit später festnehmen. Es war der Zuhälter von Claudia. "Das ist noch nicht alles, Herr Nebel", sagte der eine Beamte. "Es sind zwei Menschenleben zu beklagen." "Wieso zwei?", fragte ich. "Ihre Freundin war im 4 Monat schwanger."

Ich sprang auf, rannte schreiend zum Kühlschrank und kippte mir fast die ganze Pulle Jakobi 1880 in den Kopf.

Gedenken an Claudia

Frisch eingegraben am Grab dein Stein,

als Gedenken deines einst so blühenden Lebens,

der mich stumm ermahnt im Abendschein,

doch ich rufe nach dir vergebens...

Die Scheine der Sterne dein Kreuz umschleichen,

selbst mein Geblüt in mir wallte wie eine tosende Flut,

gar meine rosa Wangen im Mondlicht erbleichen,

und als Trost in meinem Herzen deine Liebe still ruht.

Und im Reize der Nacht eine Nachtigall tönt,

gar der Mond dein Grab so gülden bescheint,

und mein durstendes Verlangen nach dir sich so sehnt,

selbst mein leidendes Herz tausend Tränen verweint...

O Liebste, dein Hauch ich im Traume noch spürte,

als dich der Tod in Ketten legte,

als ich dich küsste, doch dein Herz sich nicht rührte,

nur mein Mund, schmerzverzerrt sich regte.

Meine Treue zu dir wird ewig bleiben

mit stillem und endlosem Sehnen,

selbst der Tod kann unsere Liebe nicht scheiden,

und Zeugen meiner Liebe sind meine brennenden Tränen...

Tausend Rosen will ich täglich niederlegen,

auf dein blütenschönes Grab,

will mein Herz keiner anderen mehr geben,

so warte auf mich, bis ich komme zu dir hinab.

 

 


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